BIOGRAFIE DES AKADEMISCHEN MALERS ANDREJ KASAKOV

Andrej Borisowitsch Kasakov erblickte am 21. April 1960 in Moskau das Licht der Welt. Zu dieser Zeit lebten seine Eltern Boris und Tamara Kasakov in der russischen Hauptstadt, da sein Vater dort als viel beschäftigter Monumentalkünstler und anerkannter Maler zahlreiche öffentliche Aufträge auszuführen hatte.

Zur Familie Kasakov zählten bereits durch viele Generationen anerkannte Persönlichkeiten, die unter anderem am Hof des Zaren tätig waren. Die Erhebung des Geschlechtes in den Adelsstand war Ausdruck der besonderen Wertschätzung durch den Monarchen gewesen. Während der stürmischen Geschehnisse der Oktoberrevolution hatten die Kasakovs jedoch unter diesen Privilegien zu leiden und einige Angehörige waren schließlich aus der Hauptstadt geflohen. So wurde auch Andrejs Vater Boris Kasakov 1927 in Baku geboren. Seine Familie war in der Folge dann nach Lemberg gezogen, wo er die Kunstschule besuchte.

Auf Empfehlung seiner Lehrer war in Boris sodann der Entschluss gereift, bildender Künstler zu werden und in Moskau am Institut der Monumentalen Dekorativen Kunst zu studieren. Dort war ihm die junge Architektin Tamara Kapranowna begegnet, in die er sich verliebte. Tamara (* 1925 in Moskau, + 2005 ebendort) stammte gleichfalls aus einer prominenten russischen Familie, war doch ihr Vater Grigorij Kapranow einst als mutiger Kosakenoberleutnant für seine Kühnheit ausgezeichnet worden. Im Jahr 1958 hatten Boris und Tamara dann den Bund der Ehe geschlossen.

Um die Erziehung von Andrej, der seinen Vornamen zu Ehren des in der Revolution erschossenen Urgroßvaters erhalten hatte, kümmerten sich neben den Eltern auch enge Verwandte. Vor allem die Großeltern väterlicherseits legten dabei höchsten Wert auf  die Vermittlung von adeligen Traditionen. Schon im frühen Alter übte sich der junge Andrej im Zeichnen und studierte verschiedene Sprachen, ja ging ins Theater und besuchte Ausstellungen. Vom Großvater, mit dem er französisch redete, hörte er mit Begeisterung mancherlei Geschichten über das weite Russland. So erlebte der Knabe, eingebettet in ein intaktes familiäres Umfeld, eine vom Zeitalter des Sozialismus wie auch von seiner vornehmen Herkunft geprägte Kindheit.

Bereits in jungen Jahren äußerte sich das künstlerische Talent des Heranwachsenden. Nach der Volksschule legte er die Aufnahmsprüfung am Moskauer Kunstgymnasium ab und besuchte dieses Institut von 1972 bis 1979. Parallel dazu erfuhr er durch seinen Vater, der sein großes und tief bewundertes Vorbild war, wichtige Anleitungen im Metier der Kunst. Während der Sommerferien zeichneten und malten sie gemeinsam auf der vom Vater erworbenen Datscha am Ufer der entspringenden Wolga.Im Jahr 1979 wurde Andrej Kasakov Student an der Staatlichen W.I.Surikov-Akademie der Bildenden Künste in Moskau. Dort absolvierte er das Tafelbildatelier des Professors T.T.Salakhov. In den Sommermonaten 1982 und 1983 verbrachte der angehende Künstler studienhalber mehrere Monate auf der Halbinsel Krim. 1985 beendete er seine akademische Ausbildung mit einer sehr gut benoteten Diplomarbeit.